Der Break-even-ROAS beantwortet eine einfache, aber entscheidende Frage: Ab welchem ROAS decken deine Anzeigen die variablen Kosten? Für Onlineshops ist das wichtig, weil Umsatz allein nicht zeigt, ob Google Ads profitabel arbeitet.

Passend dazu sind auch ROAS berechnen, ROAS-Rechner, Google Ads Kosten senken relevant.
Was ist der Break-even-ROAS?
Der Break-even-ROAS ist der ROAS, bei dem Werbekosten und variable Kosten gedeckt sind. Ab diesem Punkt beginnt eine Kampagne, profitabel zu werden. Unterhalb dieser Schwelle kann zwar Umsatz entstehen, aber kein wirtschaftlicher Gewinn.
Formel und Beispiel
Eine vereinfachte Formel lautet: Break-even-ROAS = 1 geteilt durch Deckungsbeitragsmarge. Hat ein Produkt nach Wareneinsatz und variablen Kosten eine Marge von 40 Prozent, liegt der Break-even-ROAS bei 250 Prozent. Bei 25 Prozent Marge wären es bereits 400 Prozent.
Rolle von Marge, Versand und Retouren
Viele Shops rechnen zu grob. Einkaufspreis allein reicht nicht. Versandzuschüsse, Retouren, Payment-Gebühren, Rabatte und Verpackungskosten beeinflussen, welcher ROAS tatsächlich nötig ist.
Break-even und Ziel-ROAS sauber einordnen
Wenn du nicht sicher bist, welcher ROAS für deinen Shop wirklich profitabel ist, sollten Marge, Kosten und Kampagnenziele gemeinsam betrachtet werden.
Unterschied zwischen Ziel-ROAS und Break-even
Der Break-even ist die Untergrenze. Der Ziel-ROAS sollte höher liegen, weil du Gewinn, Wachstum, Risiken und Schwankungen berücksichtigen musst. Wer nur am Break-even optimiert, hat wenig Puffer.
Praxisbeispiel für Onlineshops
Ein Shop verkauft ein Produkt für 100 Euro. Nach Wareneinsatz, Versand und variablen Kosten bleiben 35 Euro Deckungsbeitrag. Der Break-even-ROAS liegt grob bei 286 Prozent. Soll zusätzlicher Gewinn entstehen, kann ein Ziel-ROAS von 350 bis 450 Prozent realistischer sein.
So nutzt du den Wert in Kampagnen
Der Break-even-ROAS hilft bei Budgetentscheidungen, Produktpriorisierung und Ziel-ROAS-Strategien. Besonders bei Shopping und Performance Max solltest du Produkte nicht nur nach Umsatz, sondern nach Deckungsbeitrag bewerten.
Typische Fehler bei der Break-even-Berechnung
Viele Shops rechnen den Break-even-ROAS zu optimistisch, weil nur der Wareneinsatz berücksichtigt wird. In der Praxis reduzieren auch Versandzuschüsse, Verpackung, Zahlungsgebühren, Rabatte, Retouren und Supportaufwand den tatsächlichen Deckungsbeitrag. Je vollständiger diese Kosten erfasst werden, desto realistischer wird der Ziel-ROAS.
Ein weiterer Fehler ist, denselben Break-even-Wert für das gesamte Sortiment zu verwenden. Produkte mit hoher Marge können aggressiver beworben werden, während Artikel mit niedriger Marge strengere Zielwerte benötigen. Diese Differenzierung ist besonders bei Shopping und Performance Max hilfreich.
- variable Kosten vollständig erfassen
- Produktgruppen nach Marge clustern
- Break-even nicht mit Ziel-ROAS verwechseln
- Sicherheitsaufschlag für Schwankungen einplanen
FAQ
Warum ist der Break-even-ROAS wichtig?
Er zeigt, ab wann Werbung die variablen Kosten deckt. Ohne diesen Wert optimieren viele Shops auf Umsatz, obwohl die Kampagne wirtschaftlich zu schwach ist.
Kann der Break-even-ROAS je Produkt unterschiedlich sein?
Ja. Unterschiedliche Margen, Retourenquoten und Versandkosten führen zu unterschiedlichen Schwellen je Produktgruppe.
Ist ein ROAS über Break-even automatisch gut?
Nicht immer. Er deckt dann zwar die variablen Kosten, aber Zielgewinn, Wachstum und Fixkosten müssen zusätzlich berücksichtigt werden.
Fazit
Break-even-ROAS berechnen ist kein isolierter Einzelhebel, sondern Teil eines sauberen Onlineshop-Marketing-Systems. Entscheidend ist, die richtigen Daten zu prüfen, Prioritäten klar zu setzen und Optimierungen regelmäßig mit Umsatz, Marge und Nutzerverhalten abzugleichen.
Break-even und Ziel-ROAS sauber einordnen
Wenn du nicht sicher bist, welcher ROAS für deinen Shop wirklich profitabel ist, sollten Marge, Kosten und Kampagnenziele gemeinsam betrachtet werden.





